Die Diphthonge in pay /eɪ/ und pie /aɪ/ enden an exakt derselben Stelle, aber sie beginnen mit völlig unterschiedlichen Kieferöffnungen. Für das /aɪ/ öffnet sich der Kiefer weit und die Zunge senkt sich tief ab, bevor sie nach oben gleitet. Für das /eɪ/ senkt sich der Kiefer nur zur Hälfte, ausgehend von einer entspannteren, mittleren Position. Wenn Sprecher den Mund für das /aɪ/ nicht weit genug öffnen, können Wörter wie time versehentlich wie tame klingen. Die Lösung ist rein physisch: Wenn du das /aɪ/ weit und offen beginnst, verschwimmen die beiden Vokale nicht mehr.
So unterscheiden sich die beiden Laute.
4 kleine Anpassungen im Mund. Mach eine davon falsch, und der Laut kippt in seinen Nachbarn.
Jetzt bist du dran.
Nimm dich ein paar Mal auf, wie du „Pay" und „Pie" sagst. Hör es dir an — dein eigenes Ohr ist das beste Feedback, um den Kontrast zu treffen.
Wörter, die sich durch einen einzigen Laut ändern.
Jedes Paar unten unterscheidet sich in genau einem Laut: Mach aus /eɪ/ ein /aɪ/, und die Bedeutung kippt mit. Tippe ein beliebiges Wort für die vollständige Analyse an.
Wenn dein Ohr sie verschwimmen lässt, hier ist der Grund.
Viele Lernende lassen diese beiden Laute ineinander verschwimmen, weil sie den Kiefer für den Beginn des /aɪ/ nicht weit genug öffnen. Das /aɪ/ verlangt im amerikanischen Englisch eine echte, physische Kieferöffnung, die deutlich größer ist als die für das /eɪ/. Wenn du versuchst, time mit angespanntem, eher geschlossenem Kiefer zu sprechen, bleibt der Vokal stecken und klingt eher wie tame. Auch die Rechtschreibung stiftet Verwirrung. In den meisten Sprachen — so auch im Deutschen — steht der Buchstabe „a“ für einen weit offenen Laut, während „e“ oder „i“ geschlossenere Laute repräsentieren. Im Englischen hingegen erzeugt das „a“ häufig das engere /eɪ/ (wie in make), während das „i“ das weit offene /aɪ/ bildet (wie in bike). Die Lösung lautet daher: Vertrau nicht blind auf die englische Schreibweise. Vertrau auf deinen Kiefer.
Trainiere erst den Muskel, dann das Ohr.
3 kurze Übungen. Mach sie laut: Spüre die Veränderung im Mund, bevor du versuchst, sie zu hören.
Mach den Zwei-Finger-Test: Lege zwei Finger übereinander und schiebe sie zwischen deine Zähne. Genau so weit sollte dein Kiefer beim Start von my /aɪ/ aufklappen. Bei day /eɪ/ öffnet sich der Kiefer nur so weit, dass ein Finger dazwischenpasst.
Lies Minimalpaare laut vor und übertreibe die Kieferöffnung beim zweiten Wort: tame / time, lane / line, fail / file, pay / pie.
Verlangsame das Gleiten. Sprich ahhhhh-ee und verbinde die Laute fließend, um den /aɪ/-Diphthong zu spüren. Sprich danach ehhhhh-ee für den /eɪ/-Diphthong. Achte darauf, wie viel weiter der Weg deines Kiefers beim /aɪ/ ist.