Aussprache von Assimilation (T/D/S/Z + Y) →tʃ/dʒ/ʃ/ʒ im amerikanischen Englisch
Zwei Laute verschmelzen: T+Y → CH, D+Y → J, S+Y → SH, Z+Y → ZH.
Wenn ein finales /t, d, s, z/ auf ein folgendes /j/ trifft — das Y am Anfang des nächsten Wortes —, verschmelzen die beiden Laute. In der Sprachwissenschaft nennt man das Y-Assimilation. Aus Got you wird gotcha. Did you wird zu didja. Miss you weicht auf zu mishoo. Insgesamt gibt es vier solcher Assimilationen an der Wortgrenze (T+Y → CH, D+Y → J, S+Y → SH, Z+Y → ZH), und sie passieren alle aus demselben Grund: Deine Zunge wählt den bequemsten Weg zwischen zwei Lauten, deren Artikulationsorte sich ohnehin fast überschneiden.
Echte Phrasen, in denen die Regel greift.
3 Phrasen als Beispiele, die genau zeigen, wann die Regel greift.
got you
Das /t/ am Ende von got trifft auf das /j/ am Anfang von you, und die beiden Laute verschmelzen zu einer einzigen Affrikate /tʃ/ — dem CH in gotcha. Genau dieselbe Abkürzung hörst du, wenn what you doing zu whacha doing wird.
would you
Das /d/ am Ende von would und das /j/ in you verbinden sich zu /dʒ/ — dem J in woodja. Diese Assimilation taucht genauso bei did you, could you oder need you auf. Sie greift überall dort, wo an einer Wortgrenze ein D auf ein Y trifft — vorausgesetzt, du vermeidest die deutsche Auslautverhärtung und lässt das /d/ weich.
miss you
Das /s/ in miss assimiliert mit dem /j/ in you zu /ʃ/ — dem SH in mishoo. Im Schriftbild ist das weniger offensichtlich als bei den T- und D-Versionen, aber hör dir bless you, kiss you oder pass you an — das englische SH (also /ʃ/) ist deutlich zu hören.
Wo zwei Wörter ineinander übergehen.
Echte Phrasen, in denen die Regel über die Wortgrenze hinweg greift.
In echten amerikanischen Gesprächen.
Du hörst das ständig in der lockeren amerikanischen Alltagssprache, besonders rund um das Wort you. Meet you, would you, bless you, because you — das alles wird in Podcasts, Sitcoms, in der Schlange beim Café oder auf der Mailbox nahtlos zusammengezogen. Wenn du die Wörter stattdessen pedantisch trennst – womöglich noch mit einem für uns Deutsche typischen Knacklaut –, klingt deine Sprache starr: als würdest du von Karteikarten ablesen, anstatt dich wirklich mit jemandem zu unterhalten.
Fünf Laute in zwei Rollen.
Vier Konsonanten auf der linken Seite (T, D, S, Z) — ein Auslöser auf der rechten Seite (Y). Die Verschmelzung findet statt, wenn einer der vier an einer Wortgrenze auf das Y trifft.
Fünf Sätze, in denen die Assimilation greift.
In jedem von ihnen trifft ein /t, d, s, z/ auf das /j/ am Anfang des nächsten Wortes. Tippe, um zu hören, wie die Verschmelzung im Rhythmus landet — fließend und ohne Trennung.