G /g/ und K /k/ bildest du mit exakt derselben Zungenbewegung: Der hintere Zungenteil hebt sich und blockiert den Luftstrom am Gaumen. Der Unterschied liegt in der Stimmhaftigkeit. Bei /g/ vibrieren deine Stimmlippen (du spürst ein Summen im Hals), während /k/ nur aus Luft besteht. Zu Beginn einer betonten Silbe erhält das amerikanische /k/ außerdem einen kräftigen Luftausstoß, die sogenannte Aspiration. Wenn du diese Behauchung bei cat weglässt, hören Amerikaner stattdessen schnell gat.
So unterscheiden sich die beiden Laute.
4 kleine Anpassungen im Mund. Mach eine davon falsch, und der Laut kippt in seinen Nachbarn.
Jetzt bist du dran.
Nimm dich ein paar Mal auf, wie du „Got" und „Cot" sagst. Hör es dir an — dein eigenes Ohr ist das beste Feedback, um den Kontrast zu treffen.
Wörter, die sich durch einen einzigen Laut ändern.
Jedes Paar unten unterscheidet sich in genau einem Laut: Mach aus /g/ ein /k/, und die Bedeutung kippt mit. Tippe ein beliebiges Wort für die vollständige Analyse an.
Wenn dein Ohr sie verschwimmen lässt, hier ist der Grund.
Zwei Phänomene bereiten hier Schwierigkeiten. Sprachen wie Spanisch, Russisch und Französisch fügen ihrem /k/ keinen Luftausstoß (Aspiration) hinzu. Wenn Sprecher dieser Sprachen coast ohne diese Behauchung aussprechen, hören amerikanische Ohren oft fälschlicherweise ghost, weil ein nicht aspiriertes /k/ wie ein amerikanisches /g/ klingt. Deutsch und Russisch kennen zudem die sogenannte Auslautverhärtung. Dieser Automatismus macht aus einem stimmhaften /g/ am Wortende ein stimmloses /k/, sodass bag exakt wie back klingt. Im amerikanischen Englisch wird der Kontrast am Wortende aber hauptsächlich vom Vokal vor dem Konsonanten getragen, nicht vom Konsonanten selbst. Vor einem /g/ dehnen wir den Vokal, vor einem /k/ wird er stark verkürzt — auch wenn das finale /g/ oft nur gehalten wird und kaum hörbar summt.
Trainiere erst den Muskel, dann das Ohr.
3 kurze Übungen. Mach sie laut: Spüre die Veränderung im Mund, bevor du versuchst, sie zu hören.
Halte ein Blatt Papier etwa zwei Zentimeter vor deinen Mund. Sprich coat, cat, keep. Das Papier sollte durch den Luftausstoß flattern. Sprich nun goat, gat, geese. Das Papier sollte sich kaum bewegen.
Überprüfe das Summen in deinem Hals dort, wo es wirklich auftritt: zwischen Vokalen. Lege die Finger an den Hals und sprich a-g-a, so als würdest du die Mitte von ago sagen. Das Summen sollte ununterbrochen durch den mittleren Konsonanten verlaufen. Sprich nun a-k-a; das Summen stoppt kurz, wenn sich deine Zunge für das K hebt. (Der Versuch, ein langes g-g-g am Wortanfang zu halten, funktioniert nicht: Stimmhafte Plosive brechen von Natur aus im Bruchteil einer Sekunde ab, sobald der Luftstrom blockiert ist.)
Übe finale Konsonanten, indem du den Vokal dehnst. Sprich back schnell. Sprich nun bag, aber halte den Vokal doppelt so lang, bevor du das Wort beendest. Amerikanische Ohren verlassen sich genau auf diese Vokallänge, um zu erkennen, dass ein /g/ folgt.