Aussprache von Silbischer Konsonant ə→◌ im amerikanischen Englisch
Das Schwa wird absorbiert — der Konsonant wird zum Silbenkern.
Wenn ein unbetontes Schwa von einem folgenden /l/, /m/, /n/ oder /r/ absorbiert wird — Linguisten nennen das einen silbischen Konsonanten —, übernimmt der Konsonant die Rolle des Silbenkerns. Im amerikanischen Englisch tun das alle vier Sonoranten. Silbisches /l/: little (LIH-dl), bottle (BAH-dl), simple (SIM-pl). Silbisches /m/: rhythm (RIH-thm), prism (PRIH-zm), blossom (BLAH-sm). Silbisches /n/: button (BUH-tn), ribbon (RIH-bn), happen (HAP-n). Silbisches /r/: butter (BUH-dr), water (WAH-dr), letter (LEH-dr) — dieselben Wörter, bei denen der Flap-T greift, wobei das Schwa direkt in der r-gefärbten Endung aufgeht. Diese Regel gilt nur für unbetonte Silben. Vergleiche button, wo das /n/ silbisch wird, mit baton, wo die zweite Silbe betont ist und der Vokal erhalten bleibt.
Echte Wörter, in denen die Regel greift.
3 Wörter als Beispiele, die genau zeigen, wann die Regel greift.
nation
Nation besteht streng genommen aus zwei Silben: /ˈneɪʃən/. Das unbetonte Schwa wird jedoch vom /n/ absorbiert — das Schwa fällt weg und das /n/ übernimmt als eigenständige Silbe. Das Ergebnis: NAY-shn, zwei Silben, aber die zweite hat keinen eigenen Vokal. Dasselbe Muster zeigt sich bei notion, vision, person: In der Alltagssprache fällt die unbetonte -on- oder -en-Endung fast immer zu einem silbischen /n/ zusammen.
little
Dieselbe Mechanik gilt bei /l/ anstelle von /n/. Das /t/ wird zum Flap-T (gemäß der Flap-T-Regel), weil das silbische /l/ wie ein Vokal wirkt, das Schwa ausfällt und das /l/ die zweite Silbe ganz allein trägt: LIH-dl. Dieses Muster taucht in anderen Wörtern mit /t/ auf, wie cattle, battle und bottle, sowie in Wörtern mit /d/ wie middle und paddle.
rhythm
/m/ als Silbenkern. Rhythm endet mit /ð/ + Schwa + /m/, aber das Schwa fällt weg und das /m/ übernimmt. Das ergibt RIH-thm. Gleiches gilt für prism, blossom und chasm: Wenn der vorhergehende Laut ein Frikativ ist, fließt er nahtlos und unverändert in das silbische /m/ über. Ist der vorhergehende Laut jedoch ein /t/ oder /d/, wie in autumn oder bottom, mutiert dieser Konsonant dennoch zu einem Flap-T oder Knacklaut. Das silbische /m/ schützt ihn nicht vor den üblichen T- und D-Regeln.
In echten amerikanischen Gesprächen.
Achte auf Wörter, die auf unbetonte Silben wie -ton, -tain, -dle, -thm, -sm oder -er enden. Cotton, mountain, bottle, middle, rhythm, prism, autumn, butter: Sie alle verschlucken den unbetonten Vokal. Wenn du das Schwa deutlich aussprichst (BUH-tuhn statt BUH-tn), klingt das für Amerikaner übertrieben artikuliert — so, als würdest du die Schreibweise vorlesen und nicht das Wort natürlich sprechen.
Die vier sonoranten Konsonanten, die eine Silbe tragen können.
L, M, N und R sind die einzigen englischen Konsonanten, die von sich aus einen Silbenkern bilden können. Klicke auf einen, um den Grundlaut zu hören.
Wörter, in denen L, M, N oder R eine Silbe übernehmen.
Tippe auf ein Wort, um zu hören, wie der unbetonte Vokal im Sonoranten verschwindet — kein Schwa, nur der Konsonant als eigener Takt.
Höre, wie der Vokal in der fließenden Sprache verschwindet.
Fünf Sätze, in denen das Schwa absorbiert wird und der Konsonant die Silbe trägt — achte darauf, wie die unbetonten Vokale verschwinden, ohne den Rhythmus des Wortes zu brechen.