Aussprache von Plosiv ohne Lösung im amerikanischen Englisch
Luft wird gestaut, aber es gibt keinen Lösungsstoß — die Artikulatoren halten die Position.
Im amerikanischen Englisch werden Plosive am Wortende oder am Silbenende vor einem anderen Konsonanten in der Regel gehalten anstatt gelöst. Wenn du stop oder backpack sagst, schließt du zwar die Lippen oder blockierst den Luftstrom mit der Zunge, lässt aber keinen hörbaren Luftausstoß (Burst) folgen. Der Laut bricht einfach ab. (Das gilt nur für Plosive am Silbenende — in einem anlautenden Cluster wie bei play oder train wird der Plosiv ganz normal in den nächsten Laut hinein gelöst.) Wenn du jedes finale /p/, /t/, /k/, /b/, /d/ oder /g/ voll auslöst, erzeugst du jedes Mal ein kleines Zusatzgeräusch, das den Rhythmus zerhackt. Deutsche Muttersprachler tappen hier oft doppelt in die Falle: Wir neigen nicht nur dazu, den Laut überkorrekt zu lösen, wir entstimmen durch unsere Auslautverhärtung auch oft fälschlicherweise das /b/, /d/ oder /g/. Amerikaner bevorzugen stattdessen konsequent die ungelöste Variante.
Echte Phrasen, in denen die Regel greift.
3 Phrasen als Beispiele, die genau zeigen, wann die Regel greift.
stop talking
Ein Plosiv vor einem anderen Konsonanten über eine Wortgrenze hinweg. Das /p/ am Ende von stop wird vor dem /t/ in talking nicht gelöst — die Lippen schließen sich für das /p/, und anstatt sie wieder zu öffnen, bewegt sich die Zunge bereits in Position für das /t/. Es gibt keinen P-Ausstoß zwischen den beiden Wörtern. Dasselbe Muster gilt für stop now, step back oder cap fits: Der Verschluss des /p/ geht lautlos in den nächsten Konsonanten über.
backpack
Ein Plosiv vor einem anderen Plosiv. Das /k/ in back wird am hinteren Zungenrücken blockiert, aber die Lippen gehen währenddessen schon in Position für das /p/ in pack. Das /k/ wird nie gelöst — die beiden Verschlüsse verschmelzen zu einer einzigen gehaltenen Bewegung.
good job
Ein Plosiv vor einer Affrikate. Das /d/ am Ende von good bleibt vor dem /dʒ/ in job geschlossen — die Zunge hält den Verschluss für das /d/ am Zahndamm und gleitet von dort direkt in die Affrikate, ohne dass ein D-Luftstoß hörbar wäre. Du hörst goo(d)-job als eine verbundene Einheit, in der das /d/ an der Nahtstelle völlig stumm ist. (Ein doppelter Stolperstein für uns: Keine Auslautverhärtung zum /t/ und kein Auslösen!) Das gleiche Muster zeigt sich bei bad joke, red jacket oder head judge.
In echten amerikanischen Gesprächen.
Ungelöste Plosive hörst du am Ende von Phrasen (stop, good job, watch your step) und im Inneren zusammengesetzter Wörter, in denen zwei Plosive aufeinandertreffen (softball, backpack, hotdog). In echten Gesprächen, Podcasts, Sitcoms und Nachrichten. Löst du jeden finalen Plosiv aus, streust du eine Reihe kleiner Luftstöße in deine Sätze ein — das klingt dann wahlweise überkorrekt oder nach einem deutlichen Akzent.
Sechs Plosive — alle ungelöst vor dem nächsten Konsonanten.
Klicke auf einen beliebigen Laut, um zu sehen, wie er gebildet wird — und achte dann darauf, wie der Verschluss gehalten wird, wenn ein weiterer Konsonant folgt.
Wörter, in denen ein Plosiv in den nächsten Konsonanten gehalten wird.
Klicke ein Wort an, um zu hören, wie der Verschluss stumm landet — es gibt keinen Luftstoß vor dem nächsten Konsonanten im selben Wort.
Fünf Sätze, in denen die Plosive geschlossen bleiben.
In jedem Satz steht ein Plosiv an einer Wortgrenze — achte auf den Moment des Verschlusses, der nie in ein hörbares Ploppen aufgelöst wird.