Was think /θ/ von sink /s/ unterscheidet, ist exakt die Position der Zungenspitze. Beim /θ/ ruht sie locker zwischen den oberen und unteren Schneidezähnen, während die Luft sanft darüber streicht. Beim /s/ zieht sich die Zungenspitze hinter die Zähne zurück und richtet sich auf den Zahndamm, um einen scharfen, zischenden Luftstrom zu erzeugen. Wir deutsche Muttersprachler — ebenso wie Sprecher des Französischen und Japanischen — neigen stark dazu, das /θ/ durch ein /s/ zu ersetzen. So wird aus think schnell ein sink.
So unterscheiden sich die beiden Laute.
4 kleine Anpassungen im Mund. Mach eine davon falsch, und der Laut kippt in seinen Nachbarn.
Jetzt bist du dran.
Nimm dich ein paar Mal auf, wie du „Think" und „Sink" sagst. Hör es dir an — dein eigenes Ohr ist das beste Feedback, um den Kontrast zu treffen.
Wörter, die sich durch einen einzigen Laut ändern.
Jedes Paar unten unterscheidet sich in genau einem Laut: Mach aus /θ/ ein /s/, und die Bedeutung kippt mit. Tippe ein beliebiges Wort für die vollständige Analyse an.
Wenn dein Ohr sie verschwimmen lässt, hier ist der Grund.
Das weiche TH /θ/ ist in den Sprachen der Welt eher selten. Wenn deine Muttersprache diesen Laut nicht besitzt — was auf Deutsch, Französisch, Japanisch und viele spanische Dialekte zutrifft —, sucht dein Gehirn nach der nächsten akustischen Entsprechung, die es bereits kennt. Für viele Sprecher fällt die Wahl auf das /s/. Das Ergebnis: think wird zu sink und mouth zu mouse. Das /s/ ist ein zischender Laut mit hohem Luftdruck, das /θ/ hingegen ein sanfter Laut mit wenig Druck. Um das zu korrigieren, musst du deine Zunge physisch weiter nach vorn schieben, als es sich natürlich anfühlt. Lass sie die Kanten der vorderen Schneidezähne berühren, um das scharfe Zischen des /s/ zu brechen.
Trainiere erst den Muskel, dann das Ohr.
3 kurze Übungen. Mach sie laut: Spüre die Veränderung im Mund, bevor du versuchst, sie zu hören.
Nutze einen Spiegel. Sprich think und beobachte dabei gezielt deinen Mund. Du solltest die äußerste Spitze deiner Zunge zwischen den Zähnen hervorlugen sehen. Wenn du deine Zunge nicht siehst, produzierst du wahrscheinlich ein /s/.
Der Fingertest: Halte deinen Zeigefinger senkrecht an die Lippen (wie bei einer „Schh“-Geste). Sprich math. Deine Zungenspitze sollte deinen Finger beim TH sanft berühren. Sprich nun mass. Deine Zunge sollte sicher hinter den Zähnen bleiben.
Lies Minimalpaare laut vor und achte auf den Luftdruck: thick / sick, thumb / sum, path / pass. Das /s/ sollte scharf und laut klingen, während das /θ/ weicher und behauchter klingen muss.