Z /z/ und S /s/ werden im Mund identisch gebildet. Deine Zunge schwebt knapp hinter den oberen Schneidezähnen, um Luft durch einen schmalen Spalt zu pressen. Der Unterschied liegt im Kehlkopf: /z/ ist stimmhaft, deine Stimmlippen vibrieren also und erzeugen ein Summen. /s/ hingegen ist stimmlos und besteht nur aus einem leisen Zischen. Sprecher von Spanisch, Mandarin und Deutsch ersetzen das /z/ am Wortende oft durch ein /s/ — im Deutschen greift hier gnadenlos die Auslautverhärtung — und verwandeln so eyes in ice und his in hiss.
So unterscheiden sich die beiden Laute.
4 kleine Anpassungen im Mund. Mach eine davon falsch, und der Laut kippt in seinen Nachbarn.
Jetzt bist du dran.
Nimm dich ein paar Mal auf, wie du „Zip" und „Sip" sagst. Hör es dir an — dein eigenes Ohr ist das beste Feedback, um den Kontrast zu treffen.
Wörter, die sich durch einen einzigen Laut ändern.
Jedes Paar unten unterscheidet sich in genau einem Laut: Mach aus /z/ ein /s/, und die Bedeutung kippt mit. Tippe ein beliebiges Wort für die vollständige Analyse an.
Wenn dein Ohr sie verschwimmen lässt, hier ist der Grund.
Die größte Falle bei diesen beiden Lauten ist die Schreibweise, nicht die Anatomie. Im amerikanischen Englisch wird der Buchstabe S fast genauso oft als summendes /z/ ausgesprochen wie als zischendes /s/. Jedes Mal, wenn du den Plural nach einem stimmhaften Laut bildest (dogs, shoes) oder elementare Verben wie is, was, has und does verwendest, brauchst du ein /z/. Viele Sprachen wie Spanisch und Mandarin kennen den /z/-Laut gar nicht oder erlauben ihn nie am Wortende. Wir Deutschen vertauschen die beiden Laute oft aktiv: Wir machen ein anlautendes S im Deutschen stimmhaft zu /z/ (wie in „Sonne“) und ein /z/ am Wortende durch unsere Auslautverhärtung stimmlos zu /s/. Wer sich hier auf die englische Schreibweise verlässt, spricht Wörter wie please und boys mit einem scharfen /s/ aus — das klingt für amerikanische Ohren abgehackt und irritierend.
Trainiere erst den Muskel, dann das Ohr.
4 kurze Übungen. Mach sie laut: Spüre die Veränderung im Mund, bevor du versuchst, sie zu hören.
Leg zwei Finger an deinen Hals und sprich ein langes ssssss. Du solltest nichts spüren. Wechsle nun zu zzzzzz, ohne deine Zunge zu bewegen. Du solltest sofort eine starke Vibration spüren. Wechsle hin und her: sss-zzz-sss-zzz.
Nutze den Vokallängen-Trick: Vokale sind vor einem stimmhaften Konsonanten wie /z/ immer etwas länger. Sprich eyes und dehne den Vokal, dann beende das Wort mit einem sanften Summen. Sprich nun ice mit einem kurzen, knappen Vokal und einem scharfen Zischen.
Lies Minimalpaare laut vor und achte besonders auf die Wortenden: eyes / ice, bus / buzz, plays / place, laws / loss. Achte darauf, dass die Wörter mit /z/ am Ende eine deutliche Vibration im Kehlkopf haben.
Übe häufige Funktionswörter, in denen das S als /z/ gesprochen wird. Sprich laut: is, was, has, does, these, those, because. Wenn du das Summen bei diesen alltäglichen Wörtern richtig triffst, klingt dein Redefluss sofort viel natürlicher.